17 Regeln für einen gelungenen Lebenslauf, 3. Teil

17 Regeln für einen gelungenen Lebenslauf, 3. Teil

Warum auf eine Bewerbung keine Einladung zum Vorstellungsgespräch, sondern eine Absage folgt, kann die verschiedensten Gründe haben. Vielleicht ist die Stelle schon besetzt, möglicherweise passen andere Bewerber besser zum Stellen- und Anforderungsprofil. Aber auch die Bewerbung als solches und hier speziell der Lebenslauf kann der Knackpunkt sein.

17 Regeln für einen gelungenen Lebenslauf, 3. Teil

Die meisten Personaler nehmen sich nämlich als erstes den Lebenslauf vor. Dabei überfliegen sie die Daten und Angaben. Viel länger als eine Minute dauert das nicht. Und wenn der Lebenslauf nicht auf Anhieb überzeugt, wandert die Mappe oft direkt weiter auf den Stapel mit den Absagen.

Doch damit stellt sich die Frage, wie der Bewerber einen aussagekräftigen und in sich stimmigen Lebenslauf hinbekommt, mit dem er beim Personaler punkten kann. In einer mehrteiligen Beitragsreihe haben wir 17 Regeln für einen gelungenen Lebenslauf zusammengetragen.

Hier ist der 3. und letzte Teil!:

  1. Aufs Anschreiben abstimmen

Der Lebenslauf und das Anschreiben sollen sich gegenseitig ergänzen, um so im Ergebnis eine Einheit zu bilden. Doch das gilt nicht nur für die Inhalte, sondern auch für die Optik. Es passiert immer wieder, dass Bewerber unterschiedliche Layouts oder verschiedene Schriften verwenden.

Allerdings kann so schnell der Eindruck entstehen, dass der Bewerber zum Beispiel seinen einmal erstellten Standard-Lebenslauf einreicht und nur das Anschreiben frisch geschrieben hat.

Eine überzeugende Bewerbung kennzeichnet sich aber gerade dadurch, dass sie eigens auf die jeweilige Stelle zugeschnitten ist. Der Bewerber sollte sich also für ein Design entscheiden und dieses bei allen selbst erstellten Unterlagen beibehalten.

  1. Nicht zu bunt

Um die Optik ein bisschen interessanter zu gestalten, spricht grundsätzlich nichts dagegen, ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen. Allerdings sollte der Bewerber im Blick behalten, in welcher Branche und um welchen Job er sich bewirbt.

Eine bunte Bewerbung in fröhlichen Regenbogenfarben kann gut ankommen, wenn sich der Bewerber in einem Kindergarten oder bei einer jungen und kreativen Werbeagentur bewirbt. Richtet sich die Bewerbung hingegen an eine Bank oder Versicherung, dürfte das Farbspiel zuviel des Guten sein.

Im Zweifel ist besser, wenn sich der Bewerber zurückhält. Eine Farbe und eventuell eine zweite Nuance davon sollten als Ergänzung zur schwarzen Schrift ausreichen. Außerdem sollte der Bewerber überlegen, wie Farben wirken. Ein dezentes Blau oder Grün können die professionelle Note unterstreichen. Ein grelles Gelb, Pink oder Rot hingegen können zu aufdringlich rüberkommen.

  1. Präzise Sprachkenntnisse

Latein mag zwar mitunter nützlich sein. Doch punkten kann der Bewerber in erster Linie mit Fremdsprachen, die wie Englisch oder Französisch aktiv gesprochen werden. Gleichzeitig ist wichtig, dass der Bewerber seine Kenntnisse konkret einordnet.

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Unter einer Beschreibung wie „gut“ oder „sehr gut“ kann sich der Personaler wenig vorstellen. Zumal er unter guten Sprachkenntnissen etwas ganz anderes verstehen kann als der Bewerber.

Hilfreich ist, wenn der Bewerber zugrunde legt, wie gut er eine Fremdsprache lesen, verstehen und sprechen kann. Anhand dieser Kategorien kann er seine Kenntnisse beschreiben. Hat er einen Sprachkurs besucht oder Zeit im Ausland verbracht, sollte er darauf natürlich hinweisen und die dazugehörigen Nachweise in die Mappe legen.

  1. Aussagekräftige Hobbys

Hobbys sind aus zwei Gründen interessante Angaben im Lebenslauf. Zum einen erfährt der Personaler auf diese Weise mehr über den Bewerber als Person. Und zum anderen kann der Bewerber durch seine Hobbys Eigenschaften und Fähigkeiten ins Spiel bringen, die ihm auch im Job zugute kommen.

Hat der Bewerber bislang kaum Berufserfahrung, helfen die Hobbys außerdem dabei, den Lebenslauf etwas voller aussehen zu lassen.

Voraussetzung ist aber, dass der Bewerber aussagekräftig formuliert. Schreibt er zum Beispiel nur „Sport“, weiß der Personaler genauso viel wie vorher. Welchen Sport betreibt der Bewerber? Seit wann? Ein paar Details sollte der Bewerber schon verraten.

  1. Mut zur Lücke

Längst nicht jeder Lebenslauf erzählt eine geradlinige Erfolgsgeschichte. Das weiß auch der Personaler. Gleichzeitig macht es wenig Sinn, Brüche oder längere Unterbrechungen irgendwie kaschieren zu wollen. Spätestens im Vorstellungsgespräch wird der Personaler die Lücken ohnehin ansprechen.

Besser ist deshalb, wenn der Bewerber von Anfang an mit offenen Karten spielt. Wenn er verschiedenste Jobs ausprobiert hat oder länger arbeitslos war, dann ist das eben so.

Und gerade in diesen Zeiten kann der Bewerber Erfahrungen gesammelt haben, die ihn menschlich haben reifen lassen. Was Brüche und Lücken angeht, währt Ehrlichkeit also einmal mehr am längsten.

  1. Keine literarischen Experimente

Mit dem persönlichen Lebensmotto, einem Leitspruch oder einem berühmten Zitat in den Lebenslauf einzusteigen, kann eine gute Idee sein und den Personaler hellhörig werden lassen.

Doch der Schuss kann auch gewaltig nach hinten losgehen. Denn ein schlauer Spruch kann altklug wirken, vorwitzig erscheinen oder beim Personaler falsche Verknüpfungen hervorrufen.

Literarische und philosophische Ausflüge sollte der Bewerber nur dann unternehmen, wenn er zu 100 Prozent hinter der Aussage steht und sie sich auch in seinem Lebenslauf widerspiegelt. Ansonsten fährt er besser, wenn er sich auf die entscheidenden Daten und Fakten beschränkt.

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Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

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