5 Tipps für einen zeitgemäßen Lebenslauf

5 Tipps für einen zeitgemäßen Lebenslauf

Bei einer Bewerbung spielt der Lebenslauf eine sehr wichtige Rolle. Meist ist er das Dokument, das dem Arbeitgeber den ersten Eindruck vom Bewerber vermittelt. Das ist bei einer klassischen Bewerbungsmappe so, viel mehr aber noch bei einer Bewerbung per Online-Formular. Dabei machen viele Bewerber den Fehler, dass sie einen einmal erstellten Lebenslauf regelmäßig in identischer Form verwenden.

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5 Tipps für einen zeitgemäßen Lebenslauf

Anders als das Anschreiben, das bei Online-Bewerbungen übrigens immer öfter wegfällt, stimmen sie den Lebenslauf nicht auf den Arbeitgeber und die Stelle ab. Diese Vorgehensweise ist durchaus verständlich. Schließlich beschreibt der Lebenslauf den bisherigen Werdegang. Und die einzelnen Stationen verändern sich ja nicht, egal, wo der Bewerber sich bewirbt.

Trotzdem ist es durchaus möglich, den Lebenslauf zu optimieren. Das Ziel ist, die Kenntnisse und Fähigkeiten hervorzuheben, die den Bewerber zur idealen Besetzung für die angestrebte Stelle machen. Außerdem ist wichtig, dass der Lebenslauf auf einem aktuellen Stand ist. Das gilt sowohl für die Inhalte als auch für sein Format.

Hier sind fünf Tipps für einen zeitgemäßen Lebenslauf!:

Tipp Nr. 1: Alle Änderungen und Neuerungen erfassen

Zunächst einmal ist wichtig, dass der Lebenslauf alle beruflichen Informationen enthält, die für den angestrebten Job relevant sind. Der Bewerber sollte also nicht nur auflisten, was er bisher gemacht hat. Stattdessen sollte er seine beruflichen Stationen und Kenntnisse so beschreiben, dass ein Zusammenhang zur gewünschten Stelle entsteht.

Wichtig ist außerdem, auf die Details zu achten. Dazu gehört, neue Stationen, Qualifikationen oder Fähigkeiten in den Lebenslauf aufzunehmen. Genauso wichtig ist, die Daten im Blick zu haben. Hat der Bewerber den Lebenslauf im Vorjahr erstellt und korrigiert er das Zeitfenster der letzten Station nicht von 2020 auf 2021, entsteht eine Lücke.

Im Lebenslauf fehlt plötzlich ein Jahr. Gleichzeitig weiß der Personaler nicht, was der Bewerber aktuell macht. Denn sein Lebenslauf endet ja schon im Vorjahr. Das mag banal klingen. Doch ausgerechnet solche Fehler unterlaufen vielen Bewerbern.

Tipp Nr. 2: Überflüssiges streichen

Für den Personaler ist in erster Linie interessant, was der Bewerber derzeit und in den vergangenen drei, vier Jahren gemacht hat. Ausbildungen und Jobs, die Jahrzehnte zurückliegen, spielen keine nennenswerte Rolle. Denn gerade Fachwissen entwickelt sich stetig weiter. Was der Bewerber vor vielen Jahren einmal gelernt hat, ist heute meist veraltet.

Im Laufe des Berufslebens wird ein Lebenslauf immer länger. Kommt der Bewerber frisch aus der Schule oder hat er bisher wenig Berufserfahrung, kann er natürlich alle Daten zur Schulbildung, zu außerschulischen Aktivitäten, zur Berufsausbildung und zur Berufspraxis aufführen. Andernfalls würde sein Lebenslauf oft zu leer.

Doch wenn der Bewerber schon viele Jahre berufstätig ist, kann er Angaben aus der Anfangszeit seiner beruflichen Karriere, die für den Job nicht relevant sind, guten Gewissens löschen. Welche Schule der Bewerber besucht oder welche Ferienjobs er gemacht hat, interessiert den Personaler nicht mehr.

Außerdem gehört auch zu wichtigen Fähigkeiten, dass der Bewerber auf den Punkt kommen und Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann. Genau das stellt er unter Beweis, wenn er seinen Lebenslauf sinnvoll abspeckt.

Tipp Nr. 3: Schlüsselwörter einfügen

Der Bewerber sollte sich überlegen, welche Kenntnisse, Fähigkeiten, Eigenschaften und sonstigen Kompetenzen für den angestrebten Job besonders wichtig sind. Oft liefert die Stellenanzeige schon wertvolle Hinweise. Denn im Inserat nennt der Arbeitgeber meist, was er erwartet.

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Der Bewerber sollte versuchen, solche Schlüsselwörter in seinen Lebenslauf zu integrieren. Das ist sowohl bei den Beschreibungen der beruflichen Stationen als auch bei den sonstigen Kenntnissen oder Hobbys und Interessen möglich.

Natürlich muss der Bewerber bei der Wahrheit bleiben. Er sollte nicht zu dick auftragen und keine Versprechen machen, die er nicht halten kann. Doch gerade bei den sonstigen Kenntnissen und Interessen ist wichtig, dass der Bewerber nicht zu oberflächlich bleibt.

Wenn er hier nur Dinge aufzählt, die auf so ziemlich jeden zutreffen oder mit Blick auf den Job keine Aussagekraft haben, vergeudet er nur unnötig Platz.

Tipp Nr. 4:  Ein übersichtliches Format wählen

Das Layout des Lebenslaufs sollte so gewählt sein, dass sowohl ein Mensch als auch eine Maschine die Inhalte schnell und einfach erfassen können. Vor allem in großen Unternehmen ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass die Unterlagen zuerst ein Bewerbermanagementsystem (BMS) durchlaufen.

Ein BMS ist eine Art Datenbank, bei der eine Künstliche Intelligenz die Sichtung übernimmt. Nur die Bewerbungen, die die Künstliche Intelligenz nicht aussortiert hat, landen auf dem Schreibtisch des Personalers.

Der Bewerber sollte also darauf achten, dass sein Lebenslauf übersichtlich gestaltet ist. Eine gut lesbare und ausreichend große Schriftart und eine sinnvolle Gliederung mit Überschriften und Aufzählungszeichen tragen dazu bei. Einzelne Wörter, die in Fettdruck geschrieben sind, bieten dem Leser optische Anhaltspunkte und lenken seinen Blick auf wichtige Infos.

Außerdem sollte der Bewerber darauf achten, dass sich seine Formatierung einheitlich durch den ganzen Lebenslauf zieht. Denn es wirkt seltsam und verwirrend, wenn die Anordnungen in den einzelnen Abschnitten unterschiedlich sind.

Tipp Nr. 5: Der Datei einen eindeutigen Namen geben

Seinen Lebenslauf sollte der Bewerber unter einem Namen abspeichern, der nach dem Schema „Vorname Nachname, Lebenslauf, Jahr“ aufgebaut ist. Lädt er seine Unterlagen hoch, findet er so die richtige Datei schnell wieder. Gleichzeitig macht dieser Dateiname einen professionellen Eindruck und erleichtert dem Personaler die Zuordnung.

Speichern sollte der Bewerber seinen Lebenslauf entweder als Word-Dokument oder als PDF. Ein Word-Dokument hat den Vorteil, dass es von einem BMS leichter gelesen werden kann.

Eine PDF-Datei wiederum braucht weniger Speicherplatz und sieht immer gleich aus, egal, wo und womit sie geöffnet wird. Sowohl die Formatierung als auch alle Sonderzeichen bleiben erhalten.

Oft nennt der Arbeitgeber die Dateiformate, die für eine Bewerbung zulässig sind. Ansonsten kann der Bewerber mit einer PDF nicht viel falsch machen. Wichtig ist aber, dass er nach der Umwandlung überprüft, ob sich nichts verschoben hat.

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Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

Ein Gedanke zu „5 Tipps für einen zeitgemäßen Lebenslauf“

  1. Meinen Lebenslauf hatte ich ja schon ganz vergessen… Dass er mitunter am wichtigsten ist, ist dabei allerdings nur logisch. Anstelle des Arbeitnehmers würde ich mir auch erstmal die Fakten ansehen, ehe ich mich (wenn überhaupt) auf die Selbstbelobigungen des Bewerbers einlasse… 😉

    Ich persönlich muss mich unter anderem um den Punkt 5 kümmern und werde demnach definitiv meinen Lebenslauf in Hinsicht auf die verwendeten Schlüsselwörter überarbeiten und an die jeweilige Stelle anpassen.

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