6 wichtige Faktoren bei der Jobwahl

6 wichtige Faktoren bei der Jobwahl

Ein Arbeitnehmer, der in Vollzeit tätig ist, arbeitet im Durchschnitt acht Stunden pro Tag. Bei fünf Tagen pro Woche macht das 40 Arbeitsstunden. Berücksichtigt man Feiertage, den Urlaub und mögliche krankheitsbedingte Ausfälle kommen in einem Jahr durchschnittlich 200 Arbeitstage zusammen. Realistisch geschätzt, erstreckt sich ein Berufsleben über rund 40 komplette Arbeitsjahre.

6 wichtige Faktoren bei der Jobwahl

Das entspricht 8.000 Arbeitstagen und folglich 64.000 Arbeitsstunden. Diese doch recht beeindruckende Zahl zeigt, wie wichtig die Jobwahl ist.

Natürlich ist kein Arbeitnehmer zeitlebens an einen Beruf oder einen Arbeitgeber gebunden. Er kann selbstverständlich den Arbeitsplatz wechseln und auch gegen eine berufliche Neuorientierung ist nichts einzuwenden.

Nur kann eine Jobsuche anstrengend, langwierig und mitunter ziemlich frustrierend sein.

Hinzu kommt: Wer mitten im Leben steht und vielleicht Verantwortung für eine Familie trägt, wird genau abwägen, ob er wirklich einen beruflichen Neuanfang wagen kann und will. Oder ob es nicht vernünftiger wäre, alles beim Alten zu belassen.

Besser ist deshalb, wenn der Arbeitnehmer seine Berufswahl nicht revidieren muss. Damit stellt sich aber die Frage, was bei einem Job wichtig ist. Oft ist das Geld eines der stärksten Argumente. Tatsächlich ist das Einkommen auch sehr wichtig.

Schließlich geht der Arbeitnehmer nicht zum Spaß arbeiten. Allerdings ist der Verdienst am Ende nur ein Kriterium unter vielen. Und die Jobwahl allein vom Geld abhängig zu machen, ist keine gute Idee.

Denn wer im Berufsleben angekommen ist, wird schnell merken, dass andere Dinge mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr zählen als das Gehalt. Welche?

Hier sind sechs wichtige Faktoren bei der Jobwahl!

  1. Interessante Aufgabenbereiche

Im Job ist es nicht immer möglich, sich die Aufgaben auszusuchen. Und jeder Beruf enthält Arbeiten, die einem vielleicht weniger gut liegen oder gar keinen Spaß machen. Trotzdem ist wichtig, dass der Arbeitnehmer seinen Job gerne macht.

Niemandem ist damit geholfen, wenn sich der Arbeitnehmer jeden Tag schlecht gelaunt und gelangweilt zur Arbeit quält. Selbst der dickste Gehaltsscheck kann auf Dauer nicht aufwiegen, dass der Arbeitnehmer in seinem Job todunglücklich ist.

Wenn eine Stelle überwiegend aus Tätigkeiten besteht, die dem Arbeitnehmer Bauchweh bereiten, sollte er sich für einen anderen Job entscheiden.

  1. Weiterbildungen und Karrierechancen

Nicht jeder Arbeitnehmer hat das Ziel, eine steile Karriere zu machen. So mancher Arbeitnehmer fühlt sich in seinem Job so wohl, dass er gar keine andere Position will. Trotzdem ist wichtig, dass der Arbeitnehmer die Chance hat, sich weiterzuentwickeln.

Schulungen, Seminare und Weiterbildungen sind unabdingbar, um auf Stand zu bleiben und mit dem stetigen Fortschritt mithalten zu können.

Bei der Jobwahl sollte der Arbeitnehmer deshalb im Blick haben, ob das Unternehmen langfristige Perspektiven bietet. Eine solide Basis für eine lange Zusammenarbeit ist für jeden Arbeitnehmer wichtig.

Vor allem für junge Arbeitnehmer zählt aber, dass sie nicht schon nach kurzer Zeit auf der Stelle treten, sondern ihre fachlichen Qualifikationen ausbauen können.

  1. Urlaub und Freizeit

20 Tage bezahlter Urlaub bei einer 5-Tage-Woche stehen jedem Arbeitnehmer zu. Das ist gesetzlich so geregelt. Doch das Gesetz legt nur den Mindesturlaub fest und der Arbeitgeber kann durchaus mehr gewähren. Die meisten Arbeits- oder Tarifverträge sehen übrigens zwischen 25 und 30 Tagen Urlaub vor.

Ein anderer Punkt sind die Regelungen zu den Überstunden. Dass gelegentlich Mehrarbeit anfällt, ist normal und wird sich kaum vermeiden lassen.

Allerdings gibt es Arbeitsverträge, die ein pauschales Gehalt vorsehen, mit dem etwaige Überstunden schon abgegolten sind. Andere Arbeitgeber überlassen es dem Arbeitnehmer, ob er sich seine Überstunden auszahlen lässt oder in Freizeit umwandelt.

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Mit Blick auf die sogenannte Work-Life-Balance sollte der Arbeitnehmer bei der Jobwahl auf das Arbeitspensum achten. Denn Freizeit und Urlaub als Ausgleich zur Arbeit sind wichtig, damit sich der Arbeitnehmer erholen, durchatmen und neue Kraft tanken kann.

Außerdem bringt es dem Arbeitnehmer nichts, wenn er rund um die Uhr arbeitet und viel Geld verdient, aber keine Zeit, um sich mit dem Geld etwas zu gönnen.

  1. Zusatzleistungen des Arbeitgebers

Das reguläre Einkommen ist die eine Sache. Die andere Sache sind Zuschüsse und Extraleistungen, die ein Arbeitgeber spendieren kann. Ein Jobticket, um mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren zu können, eine Beteiligung an den Kinderbetreuungskosten oder Kleidergeld sind Extras, die sich genauso im Geldbeutel bemerkbar machen.

Gerade in Großstädten und Ballungsräumen kann es eine große Hilfe sein, wenn der Arbeitgeber bei der Wohnungssuche unterstützt oder sogar günstige Wohnungen für seine Mitarbeiter zur Verfügung stellt.

Natürlich sind auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Beteiligungen an Unternehmensgewinnen oder Prämien bei besonders guten Leistungen Anreize, die für einen Job und Arbeitgeber sprechen können.

  1. Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur

Ein wichtiger Aspekt, der oft gar nicht bedacht wird, ist das Arbeitsumfeld. Doch an seinem Arbeitsplatz verbringt ein Arbeitnehmer mehr Zeit als daheim und mit den Kollegen ist er länger zusammen als mit seiner Familie. Deshalb sind ein gutes Betriebsklima und ein faires Miteinander unabdingbar.

Natürlich wird es immer Kollegen geben, mit denen ein Arbeitnehmer nicht so richtig warm wird. Genauso kann es sein, dass ihm ein Chef nicht sehr sympathisch ist. Aber darum geht es nicht. Der Arbeitsplatz ist kein Ort, an dem Freundschaften fürs Leben geschlossen werden sollen und an dem es stets harmonisch zugeht.

Nur muss eben die Basis stimmen. Denn wenn sich der Arbeitnehmer überhaupt nicht wohlfühlt, kann er keinen guten Job machen. Bei der Jobwahl sollte er deshalb auf sein Bauchgefühl hören und sich lieber nach einer anderen Stelle umsehen, wenn ihm der Umgangston merkwürdig vorkommt.

  1. Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort

Die klassischen Modelle mit starren Arbeitszeiten werden allmählich zum Auslaufmodell. In Betrieben, die in Schichten arbeiten, bleibt zwar oft nicht viel Spielraum. Doch immer mehr Arbeitgeber versuchen, den geänderten Lebensmodellen Rechnung zu tragen.

Eltern mit kleinen Kindern oder Pendler zum Beispiel wissen es sehr zu schätzen, wenn sie dank Gleitzeit flexibler sind. Ein anderer Aspekt ist der Arbeitsort. In vielen Unternehmen ist es inzwischen möglich, einen Teil der Arbeit im Home-Office zu erledigen.

Wie wichtig dem Arbeitnehmer flexible Arbeitszeitmodelle sind, ist natürlich verschieden. Sicherlich gibt es genug Arbeitnehmer, die feste Dienstpläne bevorzugen und nicht von zu Hause aus arbeiten wollen.

Aber andersherum kann Flexibilität bei der Arbeitszeit und dem Arbeitsort eben auch ein entscheidender Punkt sein, so zum Beispiel bei einem Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

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Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

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