Curriculum Vitae erstellen – Infos und Tipps zum englischen Lebenslauf, Teil 2

Curriculum Vitae erstellen – Infos und Tipps zum englischen Lebenslauf, Teil 2

Das englische Curriculum Vitae, kurz CV, ist zwar in gewisser Hinsicht das Pendant zum deutschen Lebenslauf. Beide Bewerbungsunterlagen sollen den Bewerber vorstellen, seine beruflichen Qualifikationen aufzeigen und einen Überblick über seinen bisherigen Werdegang vermitteln. Allerdings gibt es einige wichtige Unterschiede. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps zum englischen Lebenslauf zusammengestellt.

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Curriculum Vitae erstellen - Infos und Tipps zum englischen Lebenslauf, Teil 2

Dabei haben wir in Teil 1 den grundsätzlichen Aufbau eines CV gezeigt und erklärt, worauf es beim Erstellen zu achten gilt. Hier ist Teil 2!:

Stolperfallen im Curriculum Vitae

Hält der Bewerber den grundsätzlichen Aufbau vom CV ein, kann er viele Fehler oder Mängel von vorneherein ausschließen. Zusätzlich dazu sollte er aber darauf achten, dass er seinen ersten guten Eindruck nicht durch folgende Minuspunkte gefährdet:

Zu persönlich werden

Im Curriculum Vitae stellt der Bewerber sehr viele Informationen über sich und sein bisheriges Leben zur Verfügung. Wichtig dabei ist, dass er sich auf seine berufliche Laufbahn fokussiert.

Die Ausbildung, die praktische Berufserfahrung, die beruflichen Qualifikationen und für den Job relevante Kompetenzen sollten klar im Mittelpunkt stehen.

Persönliche und private Details gehören nicht ins CV. Der Geburtsort und das Geburtsdatum, die Religionszugehörigkeit oder der Familienstand sind Angaben, die der Bewerber weglassen sollte.

Der Grund dafür ist, dass sich der Bewerber auf diese Weise auf das beschränkt, was für das Unternehmen wesentlich ist.

Er bietet keine Angriffspunkte für Spekulationen oder soziales Profiling, sondern schafft die Grundlage für eine Bewertung allein mit Blick auf die Eignung für die Stelle.

Unprofessionell rüberkommen

Sich selbstbewusst zu präsentieren und seine Vorzüge zu betonen, ist das Eine. Doch wenn der Bewerber übertreibt, wirkt er schnell unseriös. Hat das Unternehmen seine Zweifel, ob die Qualifikationen, Kenntnisse und Fähigkeiten so wirklich der Wahrheit entsprechen, wird es die Bewerbung vermutlich aussortieren.

Der Bewerber sollte also selbstsicher ausführen, was er kann. Nur muss er eben bei der Wahrheit bleiben.

Gleichzeitig sollte er sich auf die Inhalte beschränken, die für die Stelle wirklich von Bedeutung sind. Lange Ausführungen über Dinge, die für den Job völlig unwichtig sind, können sich nachteilig auswirken. Denn das Unternehmen geht dann davon aus, dass es dem Bewerber offensichtlich schwerfällt, Prioritäten zu setzen.

Das CV sollte nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch professionell gestaltet sein. Ausgefallene Schriftarten, ein bunter Mix aus Farben oder Rechtschreib- und Grammatikfehler lassen die notwendige Ernsthaftigkeit vermissen.

Auch eine E-Mail-Adresse mit einem lustigen Fantasienamen macht keinen guten Eindruck.

Und: Der Bewerber sollte in seinen Kontaktdaten eventuelle Umlaute besser als ae, oe oder ue schreiben. Denn ä, ö und ü gibt es im Englischen nicht.

Ein Foto einfügen

In Deutschland ist ein Bewerbungsfoto üblich. Es ist zwar keine Pflicht und wird von Arbeitgebern nicht ausdrücklich verlangt. Trotzdem ist es nach wie vor Standard.

Im Curriculum Vitae hingegen hat ein Foto nichts verloren. Denn Bewerber sollen so neutral wie möglich, nur anhand ihrer beruflichen Qualifikationen und unabhängig von persönlichen Faktoren wie dem Aussehen bewertet werden.

Ein Unternehmen wird eine Bewerbung zwar nicht gleich aussortieren, bloß weil der Bewerber ein Foto hinzugefügt hat.

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Dennoch wird das Foto für Erstaunen sorgen. Außerdem vermittelt der Bewerber damit, dass er sich offensichtlich nicht über die Gepflogenheiten informiert hat.

Das Resume als US-amerikanische Variante des CV

In den USA ist ein CV ebenfalls fester Bestandteil einer Bewerbung. Im akademischen Bereich ist das Curriculum Vitae in der Form üblich, die wir bislang beschrieben haben.

Geht es hingegen um einen Job in einem US-amerikanischen Unternehmen, kommt ein Resume zum Einsatz. Es ähnelt dem CV, ist aber anders aufgebaut und setzt andere Schwerpunkte.

Kurze Zusammenfassung

Das Wort Resume geht auf das französische „Résumé“ zurück. Im Deutschen auch Resümee genannt, bedeutet das Wort so viel wie Zusammenfassung. Tatsächlich soll das Resume auch genau das sein. Es geht also um einen knapp zusammengefassten, groben Überblick über den bisherigen Verlauf des (beruflichen) Lebens.

In seinem Resume muss der Bewerber alles, was er dem Unternehmen über sich mitteilen möchte, auf einer Seite unterbringen.

Dieser begrenzte Raum führt dazu, dass der Bewerber sehr genau überlegen muss, welche Qualifikationen und Kenntnisse entscheidend sind und welche Angaben wegfallen sollten.

So wie der Bewerber die Inhalte auf das Wesentliche reduziert, sollte er auch bei den Formulierungen vorgehen. Kurze, auf den Punkt gebrachte Sätze eignen sich für das Resume besser als lange Konstruktionen mit Nebensätzen und Einschüben.

Auch Füllwörter sollte der Bewerber rigoros streichen. Denn sie nehmen nur unnötig Platz weg.

Zukunftsgerichtet

Im Resume steht weniger im Mittelpunkt, was der Bewerber früher gemacht hat. Stattdessen richtet es den Blick nach vorne. Aus diesem Grund ist das Objective ein sehr wichtiges Element.

Hier kann der Bewerber seine Motivation aufzeigen und seine Stärken betonen. Warum will er ausgerechnet für dieses Unternehmen arbeiten? Was will er beruflich erreichen? Wie stellt er sich die Arbeit in dem Unternehmen vor? Was spornt ihn an, gerade diesen Job zu machen?

Solche Fragen sollte das Objective beantworten.

Obwohl der Fokus im Resume auf der Zukunft liegt, braucht der Bewerber natürlich auch die notwendigen Qualifikationen für die Stelle. Anders als im CV, wo er Referenzen auf Nachfrage nachreichen kann, sind sie im Resume Pflicht.

Der Bewerber sollte mindestens zwei Referenzgeber benennen. Lässt er die Referenzen weg, riskiert er satte Minuspunkte.

Mut zur Lücke

Experten empfehlen, im Resume nur zwei oder drei berufliche Stationen zu benennen. Deshalb sollte der Bewerber sehr genau abwägen, welche früheren Arbeitsplätze für das Unternehmen besonders interessant sein könnten und ihm mit Blick auf die angestrebte Stelle am meisten bringen.

Verschiedene Stationen stichwortartig aufzulisten, entfällt im Resume. Der Bewerber braucht also Mut zur Lücke. Gerade im Resume ist es ein wichtiger Pluspunkt, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Kompakte Eigenwerbung

Anders als im Lebenslauf und im CV kann sich der Bewerber im Resume nicht darauf verlassen, dass sein bisheriger Werdegang für ihn spricht. Denn die Auflistung der bisherigen Stationen und Kenntnisse ist nicht vorhanden.

Daher sollte der Bewerber sich selbst und sein Können in den Mittelpunkt rücken. Er sollte selbstbewusst vermitteln, was er zu bieten hat. Und das gelingt am besten, wenn er dem Objective genug Raum gibt, um die eigenen Kompetenzen aufzuzeigen.

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Marie Meißner, - Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, - Personalentwicklung, Timor Buchert, - Personaler, sowie Ferya & Christian Gülcan, Unternehmer, Gründer diverser Firmen, Personalentscheider und Arbeitgeber/in, Redakteur/in und Betreiber/in dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

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