Ausführlicher Ratgeber zur E-Mail-Bewerbung, Teil 3

Ausführlicher Ratgeber zur E-Mail-Bewerbung, Teil 3

Privat E-Mails zu verschicken, ist längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Und auch immer mehr Unternehmen bitten in ihren Stellenanzeigen darum, die Bewerbung per E-Mail einzureichen.

E-Mail Bewerbung

Doch so manchen Bewerber bringt genau diese Bitte ins Schleudern. Schließlich ist eine Bewerbung per E-Mail eine andere Geschichte als eine private E-Mail an eine Freundin oder einen Kumpel.

Um alle wichtigen Fragen zu klären, haben wir einen ausführlichen Ratgeber zur E-Mail-Bewerbung zusammengestellt. In Teil 1 der kleinen Beitragsreihe haben wir erklärt, was eine E-Mail-Bewerbung eigentlich ist, welche Vorteile sie hat und welche Unterlagen dazugehören.

In Teil 2 haben wir aufgezeigt, wie aus den einzelnen Unterlagen eine digitale Bewerbungsmappe wird und worauf es dabei zu achten gilt. Außerdem haben wir uns um das Anschreiben bei einer E-Mail-Bewerbung gekümmert.

Was die Inhalte und den Aufbau einer Bewerbung per E-Mail betrifft, hat der Bewerber damit alle Infos, die er für diese Form der Bewerbung braucht.

Und als Abschluss der Beitragsreihe möchten wir dem Bewerber jetzt noch fünf Tipps mit auf den Weg geben:

 

Tipp Nr. 1: Eine seriöse E-Mail-Adresse ist Pflicht!

Für seine E-Mail-Bewerbungen sollte der Bewerber unbedingt eine seriöse E-Mail-Adresse verwenden. Bei vielen Anbietern kann er sich kostenlos eine Adresse anlegen. So hat der Bewerber dann auch gleich seine Bewerbungen von seinen privaten Nachrichten getrennt.

Und was bedeutet seriös? Am besten wählt der Bewerber eine E-Mail-Adresse, die aus seinem Vor- und seinem Nachnamen besteht. Kosenamen, Phantasiebegriffe oder Abfolgen aus Zahlen und Zeichen hinterlassen keinen guten Eindruck. Denn sie lassen die Professionalität vermissen.

 

Tipp Nr. 2: Erst kontrollieren, dann abschicken.

Eine Bewerbung ist ein offizielles Schreiben und gehört in den Bereich der Geschäftsbriefe. Rechtschreib- und Grammatikfehler haben darin genauso wenig zu suchen wie Abkürzungen oder witzige Bilder.

Gleiches gilt für eine sehr lockere Umgangssprache oder ein kumpelhaftes Du – auch wenn die E-Mail vielleicht eine moderne und junge Form der Kommunikation ist. Der Bewerber sollte im Hinterkopf behalten, dass er mit seiner Nachricht jemandem schreibt, der möglicherweise bald sein Chef sein wird.

Was die E-Mail selbst angeht, so sollte es der Bewerber bei einer ganz normalen, simplen Text-Mail belassen. Hübsche Formatierungen, HTML-Codes und andere Spielereien sehen zwar vielleicht ansprechend aus und zeigen, dass der Bewerber mit dem Computer umgehen kann. Nur hilft ihm das wenig, wenn das E-Mail-Programm des Empfängers die Formatierungen nicht übernimmt und den Text stattdessen falsch oder unvollständig anzeigt.

Ist die eigentliche E-Mail geschrieben, sollte der Bewerber sicherheitshalber auch seinen Anhang noch einmal kontrollieren. Ist alles gut zu lesen? Haben sich die Seiten nicht verschoben? Stehen eingescannte Unterlagen nicht auf dem Kopf? Erst wenn sich der Bewerber vergewissert hat, dass seine Bewerbung fehlerfrei ist, sollte er sie losschicken.

Noch etwas: Der Bewerber sollte seine vollständigen Kontaktdaten im E-Mail-Fenster angeben. Das gilt auch dann, wenn sich sein Bewerbungsanschreiben in der virtuellen Bewerbungsmappe befindet. Möchte der Personaler den Bewerber kontaktieren, hat er die Daten so nämlich direkt vor sich – und kann sich das erneute Öffnen des Anhangs sparen.

 

Tipp Nr. 3: Eine aussagekräftige Betreffzeile erleichtert die Zuordnung.

Im Postfach eines Personalers landen täglich jede Menge E-Mails. Damit die Nachricht des Bewerbers nicht in der Masse untergeht oder – schlimmer noch – von einem Filter geblockt und in den Spam-Ordner verschoben wird, sollte sie einen aussagekräftigen Betreff haben.

Dabei hat es sich bewährt, wenn der Bewerber seine E-Mail als Bewerbung bezeichnet. Gibt es zu der Stellenanzeige eine Referenznummer, sollte der Bewerber diese ebenfalls anführen. Die Betreffzeile kann also in etwa so aussehen: “Bewerbung als … – Referenznummer 01234

Natürlich ist das nicht besonders originell. Und die E-Mail-Betreffzeile wiederholt die Betreffzeile, die schon im Anschreiben steht. Aber das macht nichts. Denn am Ende zählt, dass der Personaler die E-Mail wahrnimmt und liest. Und genau dafür sorgt ein aussagekräftiger Betreff. Denn so sieht der Personaler auf den ersten Blick, um was es geht.

 

Tipp Nr. 4: Auf eine Empfangsbestätigung verzichten.

Es ist verständlich, dass der Bewerber wissen möchte, ob seine Bewerbung angekommen ist und der Personaler die E-Mail gelesen hat. Trotzdem sollte er darauf verzichten, eine Empfangsbestätigung anzufordern.

Denn zum einen wirkt diese Aufforderung aufdringlich und ist deshalb nicht gerne gesehen. Zum anderen werden viele Personaler der Aufforderung ohnehin nicht nachkommen. Damit ist der Bewerber am Ende genauso schlau wie vorher.

 

Tipp Nr. 5: Geduld haben.

Zu den großen Vorteilen der E-Mail-Bewerbung gehört der unkomplizierte und vor allem sehr schnelle Versand. Der Bewerbungsprozess als solches, also das Auswahlverfahren im Unternehmen, bleibt aber gleich.

Bloß weil der Personaler die Bewerbungsunterlagen schneller erhält, heißt das also noch lange nicht, dass auch die Entscheidung für oder gegen einen Bewerber in kürzerer Zeit fällt. Für den Bewerber bedeutet das, dass er sich in Geduld üben und abwarten sollte, bis sich das Unternehmen bei ihm meldet.

Andererseits sollte der Bewerber natürlich nicht vergessen, regelmäßig einen Blick in sein E-Mail-Postfach zu werfen. Das gilt vor allem dann, wenn er sich für die Bewerbungen eine eigene E-Mail-Adresse zugelegt hat. Hat er sich per E-Mail beworben, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er eine Rückmeldung ebenfalls per E-Mail bekommt, nämlich ziemlich groß.

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Thema: Ausführlicher Ratgeber zur E-Mail-Bewerbung, Teil 3

Veröffentlicht von

Redaktion

Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

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