6 Hinweise auf ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

6 Hinweise auf ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Wenn auf eine Bewerbung eine Einladung zum Vorstellungsgespräch folgt, ist das ein erster Teilerfolg. Doch erst nach dem Bewerbungsgespräch beginnt das eigentliche Warten. Manchmal erfährt der Bewerber zwar direkt am Ende des Gesprächs, ob er eingestellt wird. Aber das ist eher die Ausnahme. Viel häufiger ist es so, dass der Bewerber nach dem Vorstellungsgespräch erst einmal nach Hause geht – und einige Zeit später dann seine Zu- oder Absage bekommt.

Hinweise auf ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Je länger die Wartezeit andauert, desto mehr wird die Geduld des Bewerbers auf die Probe gestellt. Natürlich könnte er beim Unternehmen nachfragen, wann er mit einer Entscheidung rechnen kann.

Aber eine besonders gute Idee ist das oft nicht. Denn zum einen sehen viele Unternehmen ein solches Verhalten nicht gerne. Und zum anderen wird sich der Bewerber so oder so gedulden müssen, bis das Auswahlverfahren abgeschlossen ist.

Andererseits kommt der Bewerber oft einen Schritt weiter, wenn er das Bewerbungsgespräch Revue passieren lässt. Denn es gibt Anzeichen, die für eine Zusage sprechen. Endgültig Gewissheit wird der Bewerber natürlich immer erst dann haben, wenn er die Antwort des Unternehmens bekommen hat.

Gut geschulte Personaler lassen sich nämlich kaum in die Karten schauen. Trotzdem lassen sich Indizien ausmachen.

Welche? Hier sind sechs Hinweise auf ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch!:

Hinweis Nr. 1.: die Dauer des Vorstellungsgesprächs

Bei den meisten Unternehmen dauert ein Vorstellungsgespräch im Durchschnitt eine halbe Stunde. Diese Zeit reicht aus, um sich ein Bild zu machen und alle wichtigen Punkte durchzusprechen. Bleibt es beim Vorstellungsgespräch bei dieser Standard-Länge, lässt sich daraus nicht viel schließen.

Denn wenn der Personaler seine Liste durcharbeitet und das Gespräch routiniert zu Ende bringt, kann das ein gutes Zeichen sein. Genauso ist aber möglich, dass der Personaler eben das normale Programm abspult, obwohl er sich längst gegen den Bewerber entschieden hat.

Und es ist denkbar, dass der Personaler zunächst Informationen sammelt und erst später, wenn er auch die anderen Bewerber kennengelernt hat, vergleicht und entscheidet.

Anders sieht es aus, wenn die Länge des Bewerbungsgesprächs deutlich von der Norm abweicht: Unterhält sich der Personaler eine Stunde oder sogar noch länger mit dem Bewerber, scheint das Interesse groß zu sein. Die Chancen auf eine Zusage stehen also ziemlich gut. Verabschiedet der Personaler den Bewerber hingegen schon nach zehn Minuten wieder, wird es wohl auf eine Absage hinauslaufen.

Hinweis Nr. 2: die Körpersprache

Auch das Verhalten des Personaler lässt Rückschlüsse darauf zu, wie die Chancen im Bewerbungsprozess stehen. War der Personaler gut vorbereitet? Hatte er die Bewerbungsunterlagen vor sich liegen und offensichtlich auch schon mal gelesen? Machte er sich während des Gesprächs Notizen?

Suchte er den Blickkontakt und saß er dem Bewerber zugewandt gegenüber? All das spricht dafür, dass der Bewerber in die nähere Auswahl kommen könnte. Denn offenbar bestand schon im Vorfeld echtes Interesse daran, diesen Bewerber näher kennenzulernen. Und jetzt, im Gespräch, scheint sich der gute Eindruck zu bestätigen und die Chemie zu stimmen.

Weniger gut sieht es hingegen aus, wenn der Personaler erst einmal nachlesen muss, wer ihm da eigentlich gegenübersitzt. Schaut der Personaler immer mal wieder auf die Uhr, lehnt er sich zurück, verschränkt er die Arme vor der Brust und hebt er kritisch die Augenbrauen, wenn der Bewerber etwas sagt, läuft das Gespräch nicht optimal.

Hinweis Nr. 3: die Gesprächsinhalte

Natürlich spielen auch die Gesprächsinhalte eine wichtige Rolle. Hat es der Personaler bei oberflächlichen Fragen belassen? Oder hat er immer wieder nachgefragt? Wollte er genauere Infos zur Berufspraxis und den bisherigen Aufgabenbereichen haben?

Hat er sich nach dem möglichen Eintrittstermin erkundigt? Je tiefgehender die Fragen waren, umso besser sieht es für den Bewerber aus. Sogar kritische Anmerkungen können ein gutes Zeichen sein.

Schlimmer ist hingegen, wenn das Gespräch ins Stocken gerät und sich betretenes Schweigen breit macht. Oder wenn der Personaler das Gespräch mit einem kurzen „Vielen Dank. Sie hören von uns.“ beendet.

Hinweis Nr. 4: die Formulierungen

Beim Gespräch kommt es nicht nur auf das Was, sondern auch auf das Wie an. Hat der Personaler berichtet, welche Aufgaben der Bewerber haben und mit wem er zusammenarbeiten wird? Oder hat er erzählt, was die Aufgaben des Bewerbers wären und mit wem er zusammenarbeiten würde? An dieser Stelle kann der Konjunktiv ein entscheidendes Indiz sein.

Hinweis Nr. 5: die Absprachen

Je konkreter die Absprachen beim Vorstellungsgespräch waren, desto wahrscheinlicher ist eine Zusage. Haben der Personaler und der Bewerber über einen bestimmten Eintrittstermin gesprochen oder genauer über das Gehalt verhandelt, kann gut sein, dass schon bald das Telefon klingelt.

Andersherum ist es weniger gut, wenn der Personaler nur nach den Gehaltsvorstellungen oder dem möglichen Arbeitsbeginn gefragt hat, ansonsten aber nicht weiter darauf eingegangen ist. Oder wenn er darauf hingewiesen hat, dass es für die Stelle viele Bewerber gibt.

Ebenso sieht es nicht gut aus, wenn der Personaler im Gespräch erwähnt hatte, dass die Stelle möglichst zeitnah besetzt werden muss – nun aber schon einige Zeit vergangen ist und der Bewerber noch immer nichts gehört hat.

Hinweis Nr. 6: der Ablauf

Manchmal führt der Personaler den Bewerber schon vor dem Gespräch kurz im Unternehmen herum. Diese Führung hat wenig Aussagekraft. Sie gehört zum normalen Ablauf und soll dem Bewerber das Unternehmen vorstellen.

Wenn der Personaler dem Bewerber aber nach dem Vorstellungsgespräch den Arbeitsplatz zeigt und ihm ein paar Mitarbeiter vorstellt, ist das ein ziemlich gutes Zeichen. Denn diesen Weg würde er sich vermutlich sparen, wenn er weiß, dass der Bewerber den Job ohnehin nicht bekommt.

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.
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