10 Basistipps fürs Vorstellungsgespräch, 1. Teil

10 Basistipps fürs Vorstellungsgespräch, 1. Teil

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Hier sind zehn Basistipps fürs Vorstellungsgespräch!

Eigentlich ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch eine richtig gute Nachricht. Denn offensichtlich war die schriftliche Bewerbung so ansprechend und überzeugend, dass der Personaler den Bewerber nun persönlich kennenlernen möchte.

Doch statt Freude darüber, es in die nächste Auswahlrunde geschafft zu haben, macht sich Nervosität breit. Ist der große Tag gekommen, wird das Vorstellungsgespräch zur echten Zitterpartie. Die Hände sind schwitzig, der Puls rast, die Stimme überschlägt sich und im Kopf herrscht eine Mischung aus Chaos und Leere. Natürlich geht es beim Vorstellungsgespräch um etwas, nämlich um die berufliche Zukunft.

Aber letztlich ist ein Vorstellungsgespräch eben auch nur ein Gespräch. Und mit den richtigen Tipps und Tricks ist alles halb so wild. In einem zweiteiligen Beitrag haben wir zehn grundlegende Tipps fürs Vorstellungsgespräch zusammengetragen. Los geht’s mit den ersten fünf!

 

  1. Tipp: Über das Unternehmen und den Job informieren

Bereitet sich der Bewerber gut vor, kann er das Vorstellungsgespräch viel ruhiger und gelassener angehen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass sich der Bewerber ausführlich mit dem Unternehmen und der angestrebten Position beschäftigt. Denn der Personaler wird dem Bewerber garantiert Fragen dazu stellen. “Warum wollen Sie bei uns arbeiten?” oder “Wie stellen Sie sich einen typischen Arbeitstag vor?” lauten solche Fragen dann.

Der Bewerber sammelt Pluspunkte, wenn er dem Personaler schlüssig und überzeugend vermitteln kann, dass er genau weiß, wo er sich weshalb um was bewirbt. Der Bewerber sollte aufzeigen, dass er sich ganz bewusst für dieses Unternehmen und diesen Job entschieden hat. Das setzt aber voraus, dass der Bewerber über das Unternehmen und den Job Bescheid weiß.

 

  1. Tipp: Ein passendes Outfit wählen

Eine Frage, die so manchem Bewerber Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage nach dem Outfit fürs Vorstellungsgespräch. Hier lautet das oberste Gebot: Nicht übertreiben! Vielleicht kann der Bewerber über Bilder auf der Unternehmenswebseite etwas über die Kleiderordnung in Erfahrung bringen. Ansonsten sollte er sich überlegen, was in der Branche üblicherweise getragen wird.

Mit einem Outfit, das der Bewerber so auch im Berufsalltag anziehen würde, liegt er eigentlich immer richtig. Würde der Bewerber im Job Arbeitskleidung oder eine Uniform tragen, ist er mit gepflegter Alltagskleidung auf dem richtigen Weg.

Den Ratschlag “Im Zweifel besser zu chic als zu lässig” kann der Bewerber getrost vergessen. Denn es wirkt seltsam, wenn sich der Bewerber als Fliesenleger bewirbt und im Sonntagsanzug mit Krawatte erscheint. Oder wenn die Bewerberin einen Job als Kassiererin haben möchte und im edlen Designerkostüm daherkommt. Auch im Kreativbereich ist ein Outfit im klassisch-eleganten, spießigen Stil keine gute Idee. Das Outfit fürs Vorstellungsgespräch sollte also zur Branche und zum Job passen. Außerdem muss sich der Bewerber wohlfühlen und sollte nicht verkleidet wirken.

 

  1. Tipp: Nicht zu spät, aber auch nicht zu früh kommen

Natürlich darf sich der Bewerber auf keinen Fall verspäten. Denn zu spät zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, ist ein absolutes No-Go und kostet viele wertvolle Punkte. Deshalb sollte sich der Bewerber vorher erkundigen, wie er zum Unternehmen kommt und wie lange er für den Weg braucht.

Am Tag selbst sollte sich der Bewerber dann mit einem großzügigen Zeitpuffer auf den Weg machen. Bleibt bis zum Vorstellungsgespräch noch Zeit, wenn der Bewerber vor Ort ist, kann er einen kurzen Spaziergang um den Block machen, sich auf eine Parkbank setzen und noch einmal durchatmen oder sich auf der Toilette frisch machen. Anschließend kann er ruhig zum vereinbarten Treffpunkt gehen. Es macht keinen guten Eindruck, wenn der Bewerber abgehetzt und auf den letzten Drücker zum Gespräch erscheint.

Andersherum sollte er aber auch nicht zu früh aufkreuzen. Fünf bis höchstens zehn Minuten vor dem Gespräch darf der Bewerber da sein, vorher nicht. Denn wenn er lange vor dem Termin erscheint und vor dem Büro sitzt, wird er nur unnötig nervös. Zudem bringt er den Personaler in eine unangenehme Situation. Und auch das Zeitmanagement des Bewerbers erscheint nicht im besten Licht.

 

  1. Tipp: Die Anwesenden nach Rang begrüßen

Wenn der Bewerber hereingerufen wird, folgt als erstes die formelle Begrüßung der Anwesenden. Oft wird der Personaler kurz erwähnen, wer die Personen im Raum sind. Der Bewerber sollte sich bei seiner Begrüßung am besten an den Knigge halten.

Das bedeutet:

Zunächst wird der Ranghöchste begrüßt, danach die anderen Anwesenden mit jeweils absteigendem Rang. Das Geschlecht spielt hier keine Rolle. Ist für den Bewerber nicht ersichtlich, wer welchen Rang bekleidet, oder sind die Anwesenden ranggleich, begrüßt der Bewerber zuerst die Frau und danach den Mann. Kann sich der Bewerber weder an der Hierarchie noch am Geschlecht orientieren, begrüßt er die anwesenden Personen einfach so wie sie nebeneinandersitzen von links nach rechts.

 

  1. Tipp: Mit positivem Smalltalk ins Gespräch einsteigen

In den ersten paar Minuten nach der Begrüßung wird ein wenig Smalltalk geführt. Das Vorstellungsgespräch hat zu diesem Zeitpunkt zwar schon längst begonnen, durch die nette Plauderei soll aber eine angenehme Gesprächsatmosphäre entstehen. Zudem soll der lockere Einstieg dem Bewerber dabei helfen, seine Anspannung und Nervosität abzubauen.

Für den Bewerber eröffnet sich durch den Smalltalk die Möglichkeit, einen guten ersten Eindruck zu machen und das Gespräch auf eine positive Ebene zu heben. Deshalb sollte er darauf achten, positive Dinge anzusprechen. Wird er beispielsweise gefragt, wie seine Anreise war, sollte er nicht über eine schwierige Anreise mit langem Stau, viel zu vielen Ampeln und einer endlosen Parkplatzsuche schimpfen.

Stattdessen sollte er etwas Positives erwähnen, etwa, dass die Anreise dank der Wegbeschreibung, die der Einladung beilag, prima geklappt hat. Genauso kann der Bewerber mit subtilen Komplimenten beginnen und beispielsweise erwähnen, wie eindrucksvoll das Firmengelände aussieht oder wie schön dieses Büro ist. Solche Komplimente sollten aber nicht zu plump daherkommen und müssen ehrlich klingen.

Letztlich geht es also darum, mit positiven Aussagen ins Gespräch einzusteigen. Denn wenn der Anfang positiv ausfällt, wird es auch so weitergehen. Ist hingegen schon der Anfang holprig und negativ, wird es schwierig, die Kurve zum Positiven zu kriegen.

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