5 Wörter, die im Bewerbungsverfahren besser vermieden werden sollten

5 Wörter, die im Bewerbungsverfahren besser vermieden werden sollten

Wörter vermitteln Aussagen und Inhalte. Gleichzeitig entscheidet die Wortwahl darüber, wie die Inhalte beim Gegenüber ankommen und wie der Sprechende wirkt. Dabei sind es oft gerade die kleinen, unscheinbaren Zusatzwörter, die die entscheidende Rolle spielen.

5 Wörter, die im Bewerbungsverfahren besser vermieden werden sollten

Kein Wunder also, dass die Wortwahl auch und gerade bei der Jobsuche sehr wichtig ist.

Bewirbt sich ein Bewerber um eine Stelle, dann möchte er den Job haben. Durch seine Bewerbungsmappe und später beim Vorstellungsgespräch will er den Arbeitgeber davon überzeugen, dass er genau hier in der ausgeschriebenen Position arbeiten möchte.

Und dass er die notwendigen Kompetenzen und Qualifikationen für den Job mitbringt. Sein Ziel ist also, den Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass er die richtige Besetzung für die ausgeschriebene Stelle ist. Dazu wiederum gehört auch, selbstbewusst aufzutreten und klare Aussagen zu machen.

Doch allzu oft schleichen sich kleine Wörtchen ein, die genau das Gegenteil bewirken. Sie lassen den Bewerber nicht sicher und überzeugend klingen. Stattdessen bleibt beim Arbeitgeber – wenn auch unterbewusst – der Eindruck hängen, dass Bewerber gar nicht so genau weiß, was er kann und will.

Und welche Ausdrücke sind das? Hier sind fünf Wörter, die im Bewerbungsverfahren besser vermieden werden sollten!

  1. Aber

Ein Aber kommt nie wirklich gut an. Denn entweder es drückt ein Gegenteil aus oder es relativiert das, was der Bewerber gerade eben gesagt hat. Es schränkt eine Aussage ein und versucht gleichzeitig, die andere Richtung einzuschlagen.

In einem Bewerbungsgespräch sind solche Kehrtwenden nicht gerne gesehen. Besser ist deshalb, wenn der Bewerber das Wörtchen einfach weglässt.

Wird er beispielsweise gefragt, ob er ein bestimmtes Computer-Programm beherrscht, kann er zwar antworten: ”Nein, mit dem Programm habe ich noch nicht gearbeitet. Aber es sollte kein Problem sein, das fehlende Wissen schnell nachholen.”

Genauso gut kann er die Einschränkung weglassen: “Nein, mit dem Programm habe ich noch nicht gearbeitet. Mir das fehlende Wissen zeitnah anzueignen, traue ich mir zu.” An der Aussage selbst ändert sich dadurch letztlich nichts. Nur schwingt eben keine Einschränkung mit.

  1. Vielleicht

Der Arbeitgeber möchte verbindliche Aussagen haben und Entschlossenheit sehen. Ein Vielleicht bewirkt genau das Gegenteil. Der Bewerber hält sich so zwar alle Möglichkeiten offen, legt sich aber eben auch nicht fest. Und der Arbeitgeber weiß nach der Antwort genauso viel oder wenig wie vorher.

Statt also beispielsweise zu sagen “Vielleicht kann ich später ja auf eine Vollzeit-Stelle aufstocken.”, sollte der Bewerber besser mit “Langfristig möchte ich gerne (wieder) in Vollzeit arbeiten.” antworten. Auf diese Weise hat der Arbeitgeber eine Information, mit der er etwas anfangen kann.

  1. Eigentlich

Das Wort eigentlich ist im Prinzip eine Mischung aus aber und vielleicht. Der Bewerber relativiert seine Aussage und schränkt sie ein, ohne sich dabei festzulegen. Den Arbeitgeber bringen solche Formulierungen deshalb überhaupt nicht weiter. Folglich tut sich auch der Bewerber keinen Gefallen damit.

Anzeige

Auf die Frage, wann der Bewerber die Stelle antreten könnte, sollte er also zum Beispiel besser nicht antworten: “Eigentlich könnte ich gleich anfangen.” Denn damit erklärt er, dass er zwar im Prinzip sofort loslegen könnte. Doch ob er das auch möchte und tun würde, sagt er nicht.

Zumal er gleichzeitig offen lässt, ob die Einschränkung nicht noch einen anderen Grund hat. Deshalb sollte er besser sagen: “Ich kann sofort/direkt nach Ablauf meiner Kündigungsfrist am … anfangen.” Damit macht er nicht nur eine klare Aussage, sondern vermittelt auch Entschlossenheit und Motivation.

  1. Egal

In den meisten Fällen weiß der Bewerber sehr genau, was er will und was nicht. Im Bewerbungsprozess werden viele Bewerber aber nicht konkret. Das kann daran liegen, dass sie sich mehrere Möglichkeiten offen lassen möchten. Ein anderer Grund kann sein, dass sie höflich wirken wollen.

Bei der Jobsuche und im Beruf ist Ehrlichkeit aber der bessere Weg. Denn so wissen beide Seiten von Anfang an, woran sie sind. Außerdem schwingt beim Wort egal immer auch eine gewisse Gleichgültigkeit mit. Doch sie hat im Arbeitsleben rein gar nichts zu suchen.

Fragt der Arbeitgeber zum Beispiel, wie der Bewerber zu Überstunden steht, sollte er nicht unbedingt mit “Dass ich auch mal Überstunden machen muss, wäre mir egal.” antworten. Denn diese Aussage klingt nicht sehr überzeugend oder glaubwürdig. Besser ist, wenn er sagt: “Ich denke, gelegentlich Überstunden zu machen, gehört zum Berufsleben dazu.”

  1. Sorry

Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, sich zu entschuldigen. Tatsächlich gehört eine Entschuldigung in bestimmten Situationen einfach zum guten Ton. Allerdings sollte sich der Bewerber nicht ständig und wegen jeder kleinsten Kleinigkeit entschuldigen.

Denn eine übertriebene Bescheidenheit bringt ihn im Bewerbungsprozess nicht weiter und zeugt zudem nicht wirklich von einem gesunden Selbstbewusstsein. Doch genau das ist notwendig, um sich überzeugend zu verkaufen.

Fragt der Arbeitgeber beispielsweise Daten aus der Unternehmensgeschichte ab, die der Bewerber so nicht auf dem Schirm hat, braucht er nicht zu sagen: “Oh Sorry, es tut mir sehr leid – aber das weiß ich bedauerlicherweise nicht.”

Es genügt völlig, wenn er – ohne Entschuldigung – erklärt, dass er diese Frage nicht beantworten kann. Noch besser ist, wenn dafür gleich andere Daten und Fakten hinterschiebt. So sieht der Arbeitgeber nämlich, dass sich der Bewerber sehr wohl mit dem Unternehmen beschäftigt hat.

Mehr Ratgeber, Anleitungen, Vorlagen und Tipps:

Thema: 5 Wörter, die im Bewerbungsverfahren besser vermieden werden sollten

Twitter

Redaktion

Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung.

Unsere Webseite ist für Sie vollkommen kostenlos, daher sind sämtliche Inhalte, Artikel, Anleitungen, Vorlagen, Ratgeber, Tipps und Videos nicht kostenpflichtig.
Wir finanzieren uns ausschließlich nur über Werbung, die in Form auf unseren Seiten als Anzeigen oder Gesponsert gekennzeichnet sind. Wir erhalten eine kleine Werbekostenpauschale, wenn sie etwas über unsere Anzeigen-Links kaufen, oder für Seitenimpressionen und Klicks.
Um ihnen Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen, bitten wir um Verständnis für die Werbeeinblendungen auf unserer Webseite. Vielen Dank. (Autoren & Betreiber)
Redaktion
Twitter

Veröffentlicht von

Redaktion

Marie Meißner, 38 Jahre, Bewerbungscoach und Trainerin, Gerd Bachmann, 46 Jahre, Personalentwicklung, Timor Buchert, 41 Jahre, Personaler, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zum Thema Bewerbung, Jobsuche, Berufe und Weiterbildung. Unsere Webseite ist für Sie vollkommen kostenlos, daher sind sämtliche Inhalte, Artikel, Anleitungen, Vorlagen, Ratgeber, Tipps und Videos nicht kostenpflichtig. Wir finanzieren uns ausschließlich nur über Werbung, die in Form auf unseren Seiten als Anzeigen oder Gesponsert gekennzeichnet sind. Wir erhalten eine kleine Werbekostenpauschale, wenn sie etwas über unsere Anzeigen-Links kaufen, oder für Seitenimpressionen und Klicks. Um ihnen Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen, bitten wir um Verständnis für die Werbeeinblendungen auf unserer Webseite. Vielen Dank. (Autoren & Betreiber)

Kommentar verfassen