3 Tipps für den Berufseinstieg nach dem Studium

3 Tipps für den Berufseinstieg nach dem Studium

 

In welche berufliche Richtung soll es gehen? Reichen meine Qualifikationen für meinen Wunschjob aus? Finde ich überhaupt eine Stelle oder wird es mir wie vielen Jungakademikern ergehen, die sich zwischen unbezahlten Praktika und irgendwelchen Gelegenheitsjobs entscheiden müssen? – Fragen dieser Art gehen den meisten Studenten durch den Kopf, wenn das Ende eines Studienabschnitts oder des Studiums als solches naht.

Während des Studiums bietet die Uni dem Studierenden einen sicheren Hafen. Hier kann er sich Fachwissen aneignen, Vorlesungen besuchen und im Rahmen von Pflichtpraktika oder Praxissemestern ein wenig ins Berufsleben hineinschnuppern. Doch auf das wahre Leben in der Berufswelt mit all seinen Tücken und Hindernissen kann die Uni den Studierenden nur begrenzt vorbereiten.

Hinzu kommt, dass sich viele Studierenden für einen Studiengang entscheiden, der ihren Neigungen und Interessen entspricht. Die späteren Berufschancen spielen bei dieser Entscheidung oft nur eine sehr untergeordnete Rolle. Spätestens gegen Ende des Studiums folgt dann das böse Erwachen, wenn es nämlich scheinbar keine passenden Stellen zu geben scheint.

Hinzu kommt, dass den Studenten früher mehr Zeit bleib, um sich für eine berufliche Richtung zu entscheiden und den Einstieg ins Berufsleben vorzubereiten. Seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge müssen Studierende den sicheren Hafen der Uni schon nach wenigen Semestern wieder verlassen.

Natürlich ist es nach dem Studium nicht unbedingt leicht, eine passende Stelle zu finden. Schließlich gibt es genug Hochschulabsolventen und kein Unternehmen wartet auf einen. Aber wie den Jungakademikern geht es auch allen anderen, die auf Jobsuche sind.

Azubis, Aushilfskräfte, Facharbeiter und Berufserfahrene müssen mit ihren Bewerbungen genauso überzeugen, wenn sie die Stelle haben wollen. Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium kann zwar Pluspunkte einbringen, weil ein entsprechendes Fachwissen vorausgesetzt wird, ist aber keineswegs automatisch eine Garantie.

Der wichtigste Tipp ist deshalb, nicht in Panik zu geraten, sondern die Jobsuche besonnen anzugehen und bei den Bewerbungen Sorgfalt walten zu lassen.

 

Drei weitere Tipps für den Berufseinstieg nach dem Studium
werden im Folgenden genannt:

 

Tipp 1: Auf qualitativ hochwertige Bewerbungen achten.

Nur wenige Bewerbungen zu schreiben, direkt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen zu werden und dann gleich einen Job zu finden, klappt in den wenigsten Fällen. Stattdessen müssen meist unzählige Bewerbungen verschickt, zig Vorstellungsgespräche geführt und diverse Assessment-Center absolviert werden und selbst dann ist mitunter noch kein Job in der Tasche.

Natürlich ist ein Bewerber geknickt, wenn doch nur wieder eine Absage im Briefkasten liegt. Vielleicht wird er irgendwann auch anfangen, an sich und seiner Qualifikation zu zweifeln. In solchen Situationen ist es aber wichtig, positiv zu denken und dran zu bleiben.

Dazu wiederum gehört, die Stellenangebote genau zu lesen und zu filtern. Es macht wenig Sinn, sich auf Stellen zu bewerben, die ganz andere Qualifikationen erfordern. Außerdem muss eine Bewerbung auf die Stelle und das Unternehmen abgestimmt sein. Eine Standardbewerbung zu verfassen, jeweils nur die Adressdaten zu verändern und an unzählige Unternehmen zu verschicken, ist zwar ein bequemer Weg, wird aber nicht zum Ziel führen.

Unternehmen möchten keine Massenbewerbungen lesen, sondern erwarten von einem Hochschulabsolventen, dass er aussagekräftig und schlüssig erläutern kann, warum sich das Unternehmen ausgerechnet für ihn entscheiden sollte.

Der Bewerber fährt deshalb wesentlich besser, wenn er lieber weniger, dafür aber richtig gute Bewerbungen schreibt. Am Ende kommt es nämlich nicht auf die Quantität, sondern nur auf die Qualität an. 

 

Tipp 2: Örtlich flexibel sein.

Schon damals, als es um den Studienplatz ging, stellte sich die Frage nach dem Ort. Während sich die einen nicht von der Familie und den Freunden trennen und während der Studiums weiterhin zu Hause wohnen wollten, war für die anderen das Studium eine willkommene Gelegenheit, um das elterliche Nest zu verlassen. Naht das Ende des Studiums und wird es langsam Zeit, mit der Jobsuche zu beginnen, stellt sich die Frage nach dem Ort erneut.

Grundsätzlich gilt, dass örtliche Flexibilität ein großer Pluspunkt sein kann. Akademiker gibt es schließlich viele, die Anzahl der Stellen hingegen ist begrenzt. Dementsprechend groß ist die Konkurrenz.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Bewerber direkt nach dem Studienabschluss zwar vielleicht das eine oder andere Pflichtpraktikum und eventuell noch Berufserfahrung aus einem Nebenjob vorweisen kann, in seinem eigentlichen Beruf aber keine Berufspraxis mitbringt.

Zeigt der Bewerber die Bereitschaft, für einen Job gegebenenfalls umzuziehen, erhöht sich die Auswahl an Stellenangeboten und folglich auch die Chance, eine dieser Stellen zu bekommen.

 

Tipp 3: Nicht zu sehr spezialisieren.

Spezialisierungen auf bestimmte Fachbereiche sprechen für Fachwissen und Experten kann jedes Unternehmen in seinen Reihen gut gebrauchen. Mit Blick auf die spätere Karriereleiter ist Expertenwissen deshalb zweifelsohne ein hilfreicher und wichtiger Faktor. Im Unterschied dazu kann eine zu spezielle Ausrichtung beim Berufseinstieg aber eher zum Hindernis werden.

Theoretisch besteht zwar die Möglichkeit, dass für eine freie Stelle jemand mit genau dieser speziellen Ausrichtung gesucht wird und sich deshalb gegen alle anderen Bewerber durchsetzen kann. In der Praxis dürfte das jedoch eher die Ausnahme sein.

Stattdessen werden für Stellen, durch die Hochschulabsolventen in ihre berufliche Laufbahn einsteigen können, meist Generalisten gesucht. Zum einen ergeben sich für die Unternehmen so mehr Einsatzmöglichkeiten und zum anderen können die Unternehmen Einfluss darauf nehmen, wenn es gilt, Experten auf ihren Fachgebieten abgestimmt auf die Unternehmensbedürfnisse zu formen.

Für den Hochschulabsolventen heißt das, dass er für neue Betätigungsfelder offen bleiben sollte. Es gilt also, die richtige Mischung aus speziellem Fachwissen, Offenheit für Neues und der Kompromissbereitschaft, sich auf andere Tätigkeitsbereiche einzulassen, zu finden.

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