3 Ideen für interessante Bewerbungen

3 Ideen für interessante Bewerbungen

Schreibt ein Unternehmen eine Stelle aus, gehen teils hunderte Bewerbungen ein. Kein Wunder, dass ein Personaler zunächst nur einen kurzen Moment investiert, um sich die einzelnen Bewerbungsmappen anzuschauen.

Für den Bewerber heißt das gleichzeitig, dass seine Bewerbung die Aufmerksamkeit und das Interesse des Personalers auf den ersten Blick wecken sollte.

Bis der Bewerber das Anschreiben und den Lebenslauf geschrieben und seine Bewerbungsmappe zusammengestellt hat, vergehen oft viele Stunden. Dem gegenüber stehen ein, zwei Minuten, die sich der Personaler nimmt, um die Bewerbungsunterlagen durchzublättern.

Damit die Bewerbung nicht gleich wieder auf den Stapel mit den Absagen wandert, gilt es also, aus der Masse hervorzustechen. Die Bewerbung muss die Aufmerksamkeit des Personaler wecken und sein Interesse ansprechen, damit er sich die Zeit nimmt, sich die Unterlagen genauer anzuschauen. Nur wie gelingt das dem Bewerber?

Nun, zunächst einmal muss die Bewerbungsmappe sauber und ordentlich daherkommen, ansprechend aussehen und vollständig sein. Kein Personaler wird eine wilde Ansammlung aus losen Blättern sortieren oder mühsam nach irgendwelchen Zeugnissen suchen, um etwas über den Bewerber zu erfahren.

Auf der anderen Seite müssen die Bewerbungsunterlagen übersichtlich und kurz gehalten sein und sich auf das Wesentliche beschränken. Eine dicke Bewerbungsmappe mit allen nur erdenklichen Nachweisen kostet den Personaler unnötige Zeit beim Sichten. Außerdem signalisiert sie, dass der Bewerber offensichtlich keine Prioritäten setzen und nicht entscheiden kann, was für die ausgeschriebene Stelle von Bedeutung ist.

Als dritter Punkt kommt dazu, dass die Bewerbung individuell sein sollte. Sie sollte die Persönlichkeit des Bewerbers aufzeigen, zur Stelle und zum Unternehmen passen und eine gute Portion Kreativität mitbringen. Natürlich darf die Bewerbung dabei nicht zu extravagant sein. Schließlich gelten bei einer Bewerbung gewisse Standards, die der Bewerber nicht außer Acht lassen darf. Aber die Bewerbung sollte sich eben vom Einheitsbrei abheben.

Allen diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist natürlich nicht ganz einfach. Doch es ist durchaus möglich.

Um Anregungen zu liefern, haben wir drei Ideen für interessante Bewerbungen zusammengetragen:

 

  1. Idee: Mit einem originellen Anfangssatz beginnen.

Wenn der Personaler etwas vom Anschreiben liest, dann ist das garantiert der erste Satz. Beginnt das Anschreiben nun aber mit einem schnöden Standardsatz wie „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“ oder „Hiermit bewerbe ich mich um die Stelle als…“, wird die Bewerbung nicht überzeugen können.

Denn solche Sätze sagen letztlich nichts aus, was der Personaler nicht schon weiß oder als selbstverständlich voraussetzt. Außerdem hat jeder Personaler die Standardeinleitungen schon so oft gelesen, dass er sie längst nicht mehr hören kann.

Möchte der Bewerber Interesse wecken, sollte er sich also etwas einfallen lassen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Zitat, das die Einstellung des Bewerbers beschreibt? Oder mit einer Aussage einer berühmten Person, die das Vorbild des Bewerbers ist? Oder einem Slogan des Unternehmens, der zu den Zielen des Bewerbers passt?

Oder einem bekannten Sprichwort, das der Bewerber umsetzen will? Auch eine alte Branchenweisheit oder spezifische Fachbegriffe können für einen spannenden Einstieg sorgen und gleichzeitig die Kompetenz des Bewerbers belegen.

Der Bewerber sollte also ruhig kreativ werden und sich einen originellen Einleitungssatz überlegen. Denn wenn der erste Satz den Personaler aufhorchen lässt, steigen die Chancen, dass er das Anschreiben zu Ende liest, deutlich.

 

  1. Idee: Von den gängigen Normen abweichen.

In Deutschland gibt es für so ziemlich alles Normen und Vorgaben. Das ist auch bei einer Bewerbung nicht anders. So wird beispielsweise Papier nach der Norm DIN A4 verwendet und was den Aufbau und die Struktur des Anschreibens angeht, kommt die DIN-Norm 5008 zum Tragen.

Damit die Bewerbung auffällt, kann der Bewerber aber ruhig von den Normen abweichen. Natürlich müssen die Unterlagen nach wie vor übersichtlich bleiben und professionell wirken. Bunte Farben oder ausgefallene Schriftarten sind in einer jungen und modernen Kreativbranche in Ordnung, können ansonsten aber schnell zu viel des Guten sein.

Trotzdem kann der Bewerber mit der Optik spielen. Wie wäre es beispielsweise mit Zwischenüberschriften, die den folgenden Absatz in zwei, drei Stichworten auf den Punkt bringen? Oder einer Infobox, die die Eckdaten des Bewerbers zusammenfasst und so dafür sorgt, dass sich der Rest des Anschreibens wirklich nur der Motivation widmet? Oder mit einem Lebenslauf, der im Querformat gedruckt ist?

Schon kleine Abweichungen von der Norm können die Bewerbung individuell machen und den Blick des Personalers einfangen, ohne dass der professionelle Eindruck leidet.

 

  1. Idee: Mit einer Arbeitsprobe punkten.

Kein Personaler möchte eine Bewerbung sehen, die wie eine allgemeine Massenbewerbung wirkt und in der gleichen Form auch an jedes andere Unternehmen geschickt werden könnte. Das Anschreiben und den Lebenslauf individuell auf das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle anzustimmen, ist deshalb Pflicht.

Der Bewerber kann seine Bewerbung aber noch aussagekräftiger gestalten, indem er sie um eine Arbeitsprobe ergänzt. Schließlich bietet er dem Unternehmen ja seine Arbeitskraft an und die Leistungsfähigkeit lässt sich durch Taten eindrucksvoller aufzeigen als durch Worte.

Ob und in welcher Form eine Arbeitsprobe möglich ist, hängt natürlich immer vom Job ab. Aber wenn sich der Bewerber auf der Homepage des Unternehmens umschaut, wird er herausfinden, woran das Unternehmen derzeit arbeitet, welche Leistungen es anbietet oder welche aktuellen Werbekampagnen laufen. Vielleicht kann er sich hier einen Punkt herausgreifen und seine Idee dazu formulieren. Oder er kann eine Zeichnung mit einem Designvorschlag anfertigen. Oder er kann beschreiben, wo er ansetzen würde, um ein aktuelles Problem zu lösen.

Am Ende geht es bei der Arbeitsprobe darum, dem Personaler zu verdeutlichen, welchen Mehrwert der Bewerber dem Unternehmen einbringen würde. Gleichzeitig liefert er dem Personaler eine Kostprobe seiner Arbeit, die dieser so garantiert nicht von jedem Bewerber bekommt.

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