Nebenjob – Merkmale unseriöser Angebote

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Stolperfalle Nebenjob – die wichtigsten Merkmale unseriöser Angebote 

Viele sind auf der Suche nach einem Nebenjob. Während die einen auf diese Weise die Haushaltskasse ein wenig aufbessern möchten, möchte andere durch den Nebenjob wieder den Einstieg in die Berufswelt finden, beispielsweise wenn die Kinder in den Kindergarten kommen.  

Beim Blick in die Zeitung und in Online-Stellenbörsen werden Interessierte auch sehr schnell fündig, denn üblicherweise reihen sich gerade für Nebenjobs und zusätzliche Verdienstmöglichkeiten unzählige Stellenanzeigen aneinander. 

Viele dieser Stellenanzeigen sind jedoch alles andere als seriös und nicht selten haben Interessierte nach ihrer Bewerbung keinen Job und keinen Zusatzverdienst, sondern stattdessen sogar noch Geld bezahlt.  

 

Stolperfalle Nebenjob – die wichtigsten Merkmale unseriöser Angebote 

Viele der Anbieter, die Nebenjobs zu mitunter überaus attraktiven Konditionen versprechen, aber letztlich nur selbst Gewinne erzielen möchten, arbeiten mit ähnlichen Tricks.  

 

Dabei lassen sich unseriöse Angebote insbesondere
anhand folgender vier Merkmale erkennen:
  

 

1. Vage Beschreibung der Tätigkeit.

 

In unseriösen Stellenangeboten steht häufig nicht konkret, um was es eigentlich geht. Stattdessen wird der angebotene Job mit Formulierungen wie “Top-Verdienst bei freier Zeiteinteilung“, „Leicht erlernbare Tätigkeit von zu Hause aus“, „Bis zu 400 Euro monatlich durch Telefontätigkeit möglich“ oder „Firma bietet Onlinetätigkeit“ beworben.  

Welche Leistungen genau erwartet werden und welche Voraussetzungen der Bewerber mitbringen muss, geht aus den Anzeigen aber nicht hervor.   

 

2. Keine oder nur wenige Informationen zum Anbieter.

 

In den meisten Fällen wird auch nicht genannt, wer hinter dem Stellenangebot steckt. Vielfach ist lediglich eine Telefonnummer, oft entweder eine Handy- oder eine Servicenummer, eine E-Mail-Adresse oder eine Homepage angegeben. Um weitere Informationen zu dem Anbieter und dem Jobangebot zu erhalten, müssen Interessierte Kontakt aufnehmen. 

Nicht selten hören sie bei einem Anruf aber lediglich eine Bandansage, erhalten eine wenig aussagekräftige E-Mail oder landen auf einer Seite, auf der angebliche Mitarbeiter von der Tätigkeit und ihren Erfolgen schwärmen. Konkrete Informationen hat der Interessant nun aber meist noch immer nicht, denn diese erhält er üblicherweise erst nach einer Registrierung oder einer Vorauszahlung.  

Letztere wird übrigens klassischerweise damit begründet, dass auf diese Weise vertrauliche, unternehmensinterne Informationen geschützt werden sollen.  

 

3. Hohe Verdienstmöglichkeiten.

 

Ein weiteres typisches Merkmal unseriöser Angebote sind vergleichsweise hohe Verdienstmöglichkeiten bei sehr einfachen Tätigkeiten und nur geringem Arbeitseinsatz. Laut den Versprechen muss der Bewerber also nur wenige Stunden pro Woche arbeiten, wobei er sich die Arbeitszeit meist frei einteilen kann, und hat im Gegenzug die Möglichkeit, wenige hundert bis hin zu mehrere tausend Euro pro Monat zu verdienen.  

Fakt ist aber, dass kein Unternehmen, keine Firma und kein Arbeitsvermittler Geld zu verschenken hat. Einen Job, bei dem ohne Mühe und ohne nennenswerten Zeitaufwand viel Geld verdient werden kann, gibt es nicht.  

 

4. Investitionen vorab notwendig.

 

Bei sehr vielen unseriösen Angeboten werden die Bewerber zunächst einmal zur Kasse gebeten. So kann es sein, dass schon etwas bezahlt werden muss, um überhaupt Informationen über den Job zu erhalten. Bei Nebenverdiensten als Model oder durch Autowerbung hingegen stellen die Anbieter üblicherweise Gebühren für das Casting oder den Eintrag in eine Datenbank in Rechnung.  

Bei Nebenjobs als Verkäufer wiederum müssen entweder ein kostenpflichtiger Lehrgang besucht oder eine bestimmte Menge an Waren eingekauft werden, die anschließend mit angeblichem Gewinn wieder verkauft werden sollen. Gerade Produkte wie Vitaminpräparate, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika, Schmuck, Kleidung oder vermeintlich innovative Haushaltshelfer sind jedoch vielfach überteuert.  

Ein Verdienst ist bestenfalls dann möglich, wenn weitere Mitarbeiter angeworben werden, die ihrerseits selbst Waren aufkaufen.   Insgesamt gilt für Nebenjobs und alle andere Stellenangebote auch, dass seriöse Arbeitgeber für die Arbeit, die ihre Arbeitnehmer leisten, bezahlen und nicht umgekehrt. Wer dafür, dass er arbeiten kann, erst einmal etwas bezahlen muss, sollte die Finger von einem solchen Angebot lassen.  

Zudem sollte aus der Anzeige immer hervorgehen, um was es bei dem Job geht und wer den Job anbietet. Bevor der Bewerber einen Vertrag unterschreibt, sollte er sich außerdem über den Anbieter informieren und den Vertrag sehr genau lesen. Im Nachhinein ist es nämlich oft sehr schwierig, aus einem geschlossenen Vertrag mit einem unseriösen Anbieter wieder herauszukommen.  

 

Stolperfalle Nebenjob im Internet

 

Ein Job im Internet, der von zu Hause aus erledigt werden kann, bietet zweifelsohne einige Vorteile. Schließlich entfällt der Weg zur Arbeit, so dass ein solcher Nebenjob auch abends, am Wochenende oder wenn die Kinder ihren Mittagsschlaf machen erledigt werden kann.  

Ein Computer als wichtigstes Arbeitsgerät ist zudem ohnehin in den meisten Haushalten vorhanden. Nun wissen aber auch die unseriösen Anbieter, dass viele gerne von zu Hause aus arbeiten möchten, und nutzen diesen Wunsch entsprechend für ihre Zwecke. Grundsätzlich gilt daher bei Nebenjobangeboten für Onlinetätigkeiten und in Heimarbeit als Grundregel, dass der Bewerber umso misstrauischer sein sollte, je verlockender das Angebot klingt.  

 

Typische Merkmale von unseriösen Angeboten sind außerdem folgende: 

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In der Stellenanzeige wird das Unternehmen nicht genannt und auch im Impressum auf der Homepage ist lediglich eine Telefonnummer oder eine Postfachadresse zu finden.

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Die Kontaktaufnahme für weitere Informationen und die Bewerbung ist nur durch ein elektronisches Anmeldeformular möglich. In diesem Formular wird neben persönlichen Daten und auch die Bankverbindung abgefragt.    

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Es wird mit erstaunlich hohen Verdienstchancen geworben, ohne allerdings konkret anzugeben, worin die Arbeit eigentlich besteht.   

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Um die Arbeit aufnehmen zu können, muss der Bewerber zunächst in Vorkasse treten. So kann es beispielsweise sein, dass Anmelde- und Registrierungsgebühren anfallen, dass eine Schutzgebühr für angebliche Schulungsunterlagen mit Arbeitsanweisungen verlangt wird oder dass ein teures Computerprogramm gekauft werden muss.  

Eine verbindliche Anmeldung oder die Unterschrift unter einen Vertrag sollte immer nur dann erfolgen, wenn der Bewerber genau weiß, mit wem er das Geschäft eingeht und worum es dabei geht. Sehr wichtig ist außerdem, das Kleingedruckte zu lesen. Nicht selten wird auf Internetseiten nämlich damit geworben, dass alles kostenlos oder gratis sei, im Kleingedruckten tauchen dann aber plötzlich Mitgliedsbeiträge oder Service- und Bearbeitungsgebühren auf.  

Absolut Finger weg heißt es, wenn der Job darin besteht, Zahlungen, die auf das eigene Konto eingehen, an ein anderes Konto zu überweisen oder das Geld abzuheben und dafür Wertcoupons, Gutscheine oder andere Waren zu kaufen. Durch einen solchen Job macht sich der Bewerber strafbar.  

 

Stolperfalle Nebenjob mit Autowerbung

 

Ein ebenfalls sehr beliebter Nebenjob besteht darin, das eigene Auto als Werbefläche zu vermarkten. Dabei wird Werbung eines Unternehmens auf dem Auto angebracht und der Autobesitzer erhält eine Vergütung für seine rollende Werbetafel.  

Allerdings handelt es sich bei den meisten Anzeigen, die mehrere hundert Euro pro Monat als Zubrot versprechen, um Angebote unseriöser Anbieter. Anstelle des Zusatzeinkommens ist der Interessent am Ende meist lediglich Geld los.  

 

Misstrauen ist angebracht, wenn:

 

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in Zeitungsannoncen oder Werbezetteln ein vergleichsweise hoher Verdienst versprochen wird. 

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die Kontaktaufnahme über eine 0900-Nummer erfolgen soll. 

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der Anbieter für den Eintrag in die Datenbank, aus der die Unternehmen dann die Fahrzeuge auswählen können, eine Gebühr verlangt. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn vertraglich festgelegt ist, dass die Gebühr bei einer Vermittlung verrechnet wird. 

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der Anbieter keine Erfolgsgarantie geben kann und die Haftung für seine Werbekunden ablehnt. Seriöse Anbieter können Referenzen vorweisen und übernehmen das Honorar des Autobesitzers, falls ein Werbekunde einmal nicht bezahlt. 

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der Anbieter dem Interessenten ein Zeitungsabonnement zum Schnäppchenpreis als Sonderleistung offeriert. Bei diesen Angeboten geht es letztlich nur darum, Abos zu verkaufen.  

 

Stolperfalle Nebenjob als Model

 

Viele träumen von einem Job als Model, beispielsweise um Mode auf Modeschauen und Veranstaltungen, in Zeitschriften oder in Versandhauskatalogen zu präsentieren. Aber auch ein Job als Statist bei Film und Fernsehen ist für viele interessant.  

Natürlich spricht überhaupt nichts dagegen, sich auf diese Weise etwas Geld hinzuzuverdienen. Bei Kleinanzeigen in diesem Bereich handelt es sich in den meisten Fällen jedoch um reine Abzocke.  

 

Interessierte sollten daher unbedingt folgende Tipps beherzigen: 

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Seriöse Agenturen schalten so gut wie nie Stellenanzeigen, denn in ihren Karteien gibt es in aller Regel mehr als genug Kandidaten. 

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Führt eine seriöse Agentur ein Casting durch, ist dies für die Bewerber immer kostenlos, denn die Kosten für das Casting trägt die Agentur. Zudem ist ein Casting gleichbedeutend mit einem Vorstellungsgespräch. Aus diesem Grund führen Agenturen Castings selbst durch und nehmen geeignete Bewerber anschließend bei sich unter Vertrag. 

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Anbieter, die angebliche Castings durchführen und von den Bewerbern Geld für beispielsweise professionelle Fotos, die Aufnahme in die Fotokartei oder einen Katalog oder Seminare wie Schmink- und Laufstegkurse verlangen, sind immer unseriös. Eine seriöse Agentur erhält ein Honorar, wenn eines ihrer Models einen Auftrag bekommt.  

Daher kümmern sich seriöse Agenturen um ihre Models und verlangen kein Geld für Leistungen wie beispielsweise die Vermittlung an einen Kunden.Bei unseriösen Anbietern steht häufig im Kleingedruckten, dass sämtliche Rechte an den Fotos, die während des vermeintlichen Castings gemacht werden, auf den Anbieter übergehen.  

Dadurch können die Anbieter die Fotos später auch für unseriöse Zwecke nutzen, ohne die abgelichtete Person darüber informieren oder ihre Einwilligung einholen zu müssen. Verträge sollten also sehr genau gelesen werden.

 

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