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Ein Vorstellungsgespräch verschieben – Infos und Tipps

Posted by admin on in Bewerbungs-Blog |

Ein Vorstellungsgespräch verschieben – Infos und Tipps

 

Offensichtlich hat es sich gelohnt, viel Arbeit und Mühe in die Bewerbung zu investieren. Denn nun liegt eine Einladung zum Vorstellungsgespräch im Briefkasten. Doch ausgerechnet dieser Termin passt so gar nicht. Was nun?

 

Wer auf Jobsuche ist, schreibt üblicherweise mehrere Bewerbungen. Natürlich wird es ein, zwei Stellen geben, die auf der Wunschliste ganz oben stehen. Doch damit es möglichst bald mit einem neuen Arbeitsplatz klappt, ist es einfach besser, mehrere Eisen im Feuer zu haben.

Und wenn der Bewerber seine Bewerbungsmappen ansprechend gestaltet und auch die notwendigen Qualifikationen mitbringt, werden seine Mühen mit Einladungen zu Vorstellungsgesprächen belohnt.

Nun ist es auf der einen Seite sehr erfreulich, wenn ein Arbeitgeber den Bewerber persönlich kennenlernen möchte. Auf der anderen Seite kann es aber durchaus passieren, dass er einen Termin vorschlägt, an dem der Bewerber nicht kann. Spätestens dann stellt sich die Frage, ob der Bewerber das Vorstellungsgespräch verschieben kann und, wenn ja, wie er dabei am besten vorgehen sollte.

Vorweg sei gesagt: Selbstverständlich kann der Bewerber ein Vorstellungsgespräch verschieben.

Und wie er das am besten anstellt,
erklären die folgenden Infos und Tipps!:

 

Ein Vorstellungstermin kann verschoben werden

Wenn der Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, bleibt ihm oft nicht allzu viel Reaktionszeit. Es gibt zwar Unternehmen, die ihre Einladungen recht frühzeitig verschicken.

Meistens erfolgen die Einladungen aber eher kurzfristig. Kurzfristig heißt, dass das Vorstellungsgespräch in weniger als einer Woche stattfinden soll. Vor allem bei einer kurzfristigen Einladung kann es natürlich vorkommen, dass der Bewerber an dem vorgeschlagenen Termin verhindert ist.

Schließlich kann er schlecht alle anderen Termine und Verpflichtungen in den Wochen nach dem Abschicken der Bewerbungen absagen, nur weil er sich Zeit freihalten will, falls er vielleicht irgendwann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Außerdem ist eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch zunächst einmal tatsächlich nur eine Einladung. Und der Termin, den der Arbeitgeber vorschlägt, ist ein Angebot. Der Arbeitgeber sieht es zwar gerne, wenn der Bewerber der Einladung so folgt, wie es der Arbeitgeber geplant hat. Doch wenn der Bewerber diesen Termin nicht wahrnehmen kann, sollte der Arbeitgeber flexibel genug sein, um einen Ausweichtermin zu finden.

 

Die Begründung ist entscheidend

Muss der Bewerber das Vorstellungsgespräch verschieben, ist das kein Beinbruch. Allerdings braucht der Bewerber ein wenig Fingerspitzengefühl. Es reicht nicht aus, wenn er nur erklärt, dass er den Termin verschieben möchte. Stattdessen sollte er auch einen guten Grund für seinen Wunsch nach einem Ersatztermin haben. Doch was kann der Bewerber als Begründung anführen?

 

Plausible Gründe sind folgende:

 

Geschäftliche Termine

Steht der Bewerber derzeit noch in einem Arbeitsverhältnis, wird er sich für das Vorstellungsgespräch meistens frei nehmen oder wenigstens einen Kollegen finden müssen, der die Schicht mit ihm tauscht. Je nach Personalsituation und Auftragslage kann es aber sein, dass das sehr kurzfristig nicht zu bewerkstelligen ist.

Ebenso ist denkbar, dass der Bewerber ausgerechnet an diesem Tag einen lange geplanten Termin mit einem wichtigen Kunden hat, den er nicht verschieben kann. Ist der Bewerber Schüler oder Student, fällt das angebotene Vorstellungsgespräch möglicherweise auf einen Tag, an dem eine wichtige Klassenarbeit oder eine Prüfung stattfindet. Solche Verpflichtungen haben Vorrang.

Der Arbeitgeber wird dann für die Bitte um einen Ersatztermin nicht nur Verständnis haben, sondern das Pflichtbewusstsein des Bewerbers auch wohlwollend zur Kenntnis nehmen.

 

Wichtige private Verpflichtungen

Auch eine private Verpflichtung kann die Bitte um einen Ersatztermin nachvollziehbar rechtfertigen. Ein sehr lange geplanter Urlaub, für den der Bewerber zudem ewig gespart hat, die Taufe des eigenen Kindes, die Hochzeit des Bruders oder der Schwester oder die Beerdigung eines nahen Familienangehörigen sind Beispiele für wichtige private Verpflichtungen. Wenn der Bewerber hier teilnehmen möchte oder muss, wird der Arbeitgeber das verstehen.

 

Kurzfristige Erkrankung

Wird der Bewerber plötzlich krank oder erleidet er einen Unfall, kann und sollte er den Vorstellungstermin verschieben. Es macht keinen Sinn, wenn er sich zum Bewerbungstermin schleppt, obwohl er gesundheitlich angeschlagen ist.

Denn zum einen könnte der Bewerber andere anstecken und zum anderen wird er nie so überzeugend sein, wie er es vermutlich in topfittem Zustand gewesen wäre. Aber selbstverständlich kann eine Erkrankung immer nur eine kurzfristige Terminabsage begründen. Es ist äußerst unglaubwürdig, wenn der Bewerber vorher schon weiß, dass er in zwei Wochen krank sein wird.  

Generell ist wichtig, dass der Bewerber glaubhaft erklärt, warum er den angebotenen Termin nicht wahrnehmen kann. Und eine glaubwürdige Erklärung fällt am leichtesten, wenn sie der Wahrheit entspricht. Allerdings ist zu viel Ehrlichkeit nicht immer die beste Idee. Keine guten Gründe für die Bitte um einen Ausweichtermin sind folgende:

 

Anderes Vorstellungsgespräch

Dass der Bewerber an diesem Tag bereits von einem anderen Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurde, sollte er besser für sich behalten. Im ersten Moment mag es zwar für den Bewerber sprechen, dass ihn auch andere Unternehmen haben möchten.

Bei genauerem Hinsehen verliert der Bewerber dadurch aber an Glaubwürdigkeit. Denn die Motivation und der Wille, unbedingt in dieser Position für diesen Arbeitgeber tätig zu werden, sind offensichtlich doch nicht so ausgeprägt, wie im Bewerbungsanschreiben vollmundig behauptet.

 

Privater Termin

Die Geburtstagsfeier von der besten Freundin, ein Kontrollbesuch beim Zahnarzt oder ein Termin beim Lieblingsfriseur sind private Termine, die dem Bewerber vielleicht wichtig sind. Aber sie sind nicht so wichtig, dass sie eine Terminverschiebung rechtfertigen. Denn beim Arbeitgeber kommt als Botschaft an, dass dem Bewerber sein Privatvergnügen offensichtlich mehr bedeutet als der Job.

Ebenfalls kein guter Grund ist, zu erklären, dass der Bewerber so kurzfristig keinen Babysitter findet oder das Unternehmen zu dieser Uhrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen kann. Im Berufsalltag muss der Bewerber schließlich vielleicht auch einmal länger bleiben. Außerdem muss er zu unterschiedlichen Zeiten zu seinem Arbeitsplatz gelangen können. Solche Gründe wird der Arbeitgeber deshalb kaum gelten lassen. 

Das Allerschlechteste ist aber, gar keinen Grund zu nennen. Warum sollte der Arbeitgeber seine Pläne auch umschmeißen und sich um einen anderen Termin bemühen, wenn ihm der Bewerber nicht mitteilt, weshalb er angeblich verhindert ist? Der Arbeitgeber hat sein Interesse an einem persönlichen Kennenlernen durch die Einladung zum Ausdruck gebracht.

Und dieses Interesse setzt er auch beim Bewerber voraus, zumal es so ja auch in der Bewerbung steht. Erklärt der Bewerber nur, dass er an dem angebotenen Termin nicht kann oder lieber einen anderen Termin hätte, bringt er damit deshalb geringe Wertschätzung gegenüber dem Arbeitgeber zum Ausdruck. Außerdem lässt er Zweifel an seiner Motivation und der Ernsthaftigkeit seiner Bewerbung aufkommen.

 

Ein Vorstellungsgespräch verschieben – so geht’s richtig

Wenn der Bewerber das Vorstellungsgespräch auf einen anderen Termin verschieben möchte, kann er sich telefonisch, per E-Mail oder per Brief an den Arbeitgeber wenden.

Ein Telefonanruf ist eigentlich die beste Lösung. Denn zum einen weiß der Bewerber dann sicher, dass seine Absage angekommen ist, und zum anderen kann er gleich einen anderen Termin ausmachen. Wenn der Termin sehr kurzfristig abgesagt wird, bleibt zudem nur das Telefon, denn alles andere würde den Arbeitgeber vermutlich nicht mehr rechtzeitig erreichen. Bleibt noch etwas Zeit, ziehen viele Bewerber ansonsten aber die schriftliche Variante vor.

Unabhängig davon, für welchen Weg sich der Bewerber letztlich entscheidet, bleiben die Inhalte immer gleich.

Das bedeutet, der Bewerber sollte

·         sich für die Einladung zum Vorstellungsgespräch bedanken und seine Freunde darüber ausdrücken,

·         erklären, dass und warum er den angebotenen Termin leider absagen muss,

·         um einen anderen Termin bitten und

·         selbst zwei bis drei Termine vorschlagen.

Schlägt der Bewerber selbst Ausweichtermine vor, bringt er damit zum Ausdruck, dass er sich wirklich auf das Vorstellungsgespräch freut und sich ernsthaft um eine Lösung bemüht. Zudem kommt es nicht gut an, wenn der Bewerber neue Terminvorschläge des Arbeitgebers auch wieder ablehnen muss.

Wichtig ist aber, dass der Bewerber den Ausweichtermin dann auch wirklich einhält. Denn das Vorstellungsgespräch einmal zu verschieben, geht in Ordnung. Einen zweiten, extra ausgemachten Termin wieder abzusagen und noch mal zu verlegen, funktioniert nicht.

 

Mustervorlage für das Verschieben des Vorstellungsgesprächs

Damit wirklich nichts schiefgeht, hier noch ein Musterbeispiel, wie der Bewerber ein Vorstellungsgespräch verschieben kann:

 

Sehr geehrte/r Frau/Herr Name,

 

vielen Dank für Ihre Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich habe mich sehr darüber gefreut!

 

Leider kann ich den Termin am Datum um Uhrzeit nicht wahrnehmen. An diesem Tag habe ich einen wichtigen Geschäftstermin, den ich nicht verschieben kann. / An diesem Tag schreiben wir eine Klassenarbeit in Schulfach.

 

Daher möchte ich Sie bitten, einen Ausweichtermin zu finden. Ich könnte Ihnen dafür folgende Termine vorschlagen:

  • ·         Tag, Datum, Uhrzeit
  • ·         Tag, Datum, Uhrzeit
  • ·         Tag, Datum, Uhrzeit

 

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und bedanke mich für Ihr Entgegenkommen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname

 

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